Betroffene

Wer ist davon betroffen?

Immer wieder fragt man sich, wie groß eigentlich die Gefahr einer Ansteckung beim Menschen ist. Tatsache hierbei ist, dass schon die verschiedensten Vogelgrippe-Viren kursierten. Pauschal gesehen sind die Viren für den Menschen nicht gefährlich und so werden hauptsächlich Vögel von der Vogelgrippe heimgesucht. Der H5N1-Erreger jedoch ist anders. Er ist im Gegensatz zu anderen Viren besorgniserregend, da er auch auf den Menschen übergehen kann. Vor einer Dramatisierung und Panikmache warnen Experten dennoch. Die Gefahr, sich mit der Vogelgrippe selbst anzustecken und wirklich nur dort hoch, wo man einen sehr engen Kontakt mit dem Geflügel pflegt. Ein intensiver Kontakt müsste hierbei schon bedeuten dass man den ganzen Tag über beim Geflügel ist. Hierbei kann es dann zur Infektion durch Kotpartikel oder über den Atemtrakt kommen.


Nahezu risikofrei scheint die allgemeine deutsche Bevölkerung zu sein. In Risikogebieten hingegen sind vor allem Geflügelzüchter betroffen. Für jene werden erhebliche Schutzmaßnahmen notwendig, was den Kontakt mit dem Geflügel anbelangt. Doch nicht nur in unserem Land kann es zu einer Infizierung mit der Vogelgrippe kommen. Zwar hat das Auswärtige Amt keine Reisewarnungen herausgegeben, doch man sollte vorsichtig sein, wenn man in andere Länder reist. Gerade der Besuch von Vögel- und Geflügelmärkten sollte so weit wie möglich vermieden werden. Zwar ist bisher noch nicht bewiesen, dass sich das H5N1-Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen lässt, doch man kann nie vorsichtig genug sein und sollte auch den Kontakt zu Menschen, die sich womöglich mit der Vogelgrippe angesteckt haben, meiden.

Was den Verzehr von Geflügelfleisch anbelangt, sollte man in anderen Ländern vorsichtig sein. Sicherer ist es, dort kein Geflügelfleisch zu sich zu nehmen. Wer aber nicht darauf verzichten möchte, sollte Geflügelfleisch nur dann verzehren, wenn es bei 70 Grad gut durchgegart wurde. Von rohen Eiern hingegen sollte man gänzlich die Finger lassen.

Einige Zeit lang befürchtete man, dass sich das Virus H5N1 bereits so stark weiterentwickelt hat, dass es nun von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Grund hierfür war ein Vorfall in Thailand. Dort  starb 2004 eine Frau, welche mit dem Virus H5N1 infiziert gewesen war. Da einen Tag vorher auch bei der Schwester der Betroffenen Vogelgrippe festgestellt wurde, befürchtete man, dass man nun kurz vor einer Epidemie stehen könnte. Das Gesundheitsministerium widerlegte die Befürchtungen, dass sich das Virus schnell von einem auf den nächsten Menschen übertragen lässt. Grund dafür, dass sich die Frau infiziert hatte, war, dass diese über einen längeren Zeitraum einen sehr engen Kontakt zu der bereits infizierten Schwester gehabt hatte. Durch die regelmäßige Pflege und den dadurch ständig vorhanden gewesenen Kontakt sei es laut Experten kein Wunder gewesen, dass die Infektion übergesprungen ist.

Allgemein gesagt sind also nur Menschen, die wirklich sehr engen Kontakt zu Geflügel oder bereits infizierten Menschen hegen, von der Vogelgrippe betroffen. Eine Infektion wird möglich durch die Ausscheidungen von Geflügel, in denen sich der Erreger befindet. Bei einer normalen Tierhaltung oder in der Schlachtung ist das Risiko deswegen ebenso sehr gering. Wer die Sicherheitsvorschriften beachtet und sich auf eine sehr hygienische Art und Weise dem Geflügel zuwendet, dürfte keine Befürchtungen haben müssen, sich mit Vogelgrippe zu infizieren.