Symptome

Symptome von H5N1

Die Symptome, welche sich bei dem Erreger H5N1 zeigen, können sehr unterschiedlich sein. Gerade bei den Vögeln selbst fällt es schwer, Vogelgrippe von anderen Viren zu unterscheiden. Die Symptome ähneln dabei sehr denen von anderen Virustypen. Die Inkubationszeit bei Vögeln beträgt in der Regel höchstens 21 Tage. Sehr stark betroffen davon sind vor allem Hühner und Truthühner.

Für einen Tierarzt kann es äußerst schwer sein, bei den Tieren den Erreger H5N1 zu diagnostizieren. Dies erschwert sich noch dadurch, dass die Vögel ihre Beschwerden nicht selbst beschreiben können. In der Regel stellt man als Symptome aber allgemeine Schwäche fest, die sich durch Apathie, Appetitlosigkeit, sowie ein struppiges und stumpfes Fellkleid zeigt. Nicht selten kommt es auch zu sehr hohem Fieber, eine erschwerten Atmung, bei welcher der Schnabel geöffnet wird. Weitere Symptome können das Auftreten von Schwellungen am Kopf, dem Kamm, dem Hals, dem Kehllappen, sowie den Beinen und Füßen sein. Jedoch kann auch eine Blaufärbung der Haut und der Schleimhäute, ein grüner Durchfall der fast immer wässrig und schleimig ist, eine neurologische Störung, die man insbesondere dadurch bemerkt dass die Tiere ihren Kopf komisch halten oder in ihrer Motorik gestört sind, und eine verringerte Legeleistung auf eine Vogelgrippe hindeuten. Sobald auch nur ein Tier infiziert ist, kann sich der Virus rasend schnell auf die anderen in der Umgebung befindlichen Tiere ausbreiten. Vögel, die zusammen in Ställen gehalten werden, sterben in der Regel alle mit dem erkrankten Tier.


Wie bei den Vögeln so ist die Diagnose auch bei den Menschen schwer. Die Symptome sind eher allgemein und so kann es leicht passieren, dass Fieber, Husten oder eine Erkältung falsch interpretiert werden. So kann eine Vogelgrippe beim Menschen sehr schnell mit einer normalen Grippe verwechselt werden. Um ein genaueres Bild zu bekommen, muss das Blut des Erkrankten untersucht werden. In besonders schweren Fällen kann der Patient auch unter Atemnot oder einer Lungenentzündung leiden.

Untersuchungen belegen, dass die Inkubationszeit bei Menschen zwischen zwei und fünf Tagen beträgt. Betroffen sein können sowohl alte als auch junge Menschen. Besonders erschreckend ist, dass vollkommen gesunde Menschen von einem auf den anderen Tag die benannten Symptome zeigen. Mitunter kann der ganze Körper, aber insbesondere der Hals und der Kopf schmerzen. Muskelschmerzen sind dabei auch keine Seltenheit. Rechnen müssen Betroffene mit hohem Fieber, welches sehr oft mehr als 38 Grad beträgt, mit Husten und Atembeschwerden die bis zu einer Atemnot reichen können, mit Bauschmerzen sowie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. In einzelnen Fällen kann sich die Vogelgrippe auch durch Nasenbluten und Schleimhautblutungen bemerkbar machen.

Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es in der Regel vermehrt zu Atembeschwerden, bis sich daraus eine Lungenentzündung entwickelt. Die Gefahr, nun an einem Versagen der Atemorgane zu sterben, ist sehr hoch. Ärzte stellten im fortschreitenden Stadium bei Erkrankten eine Erhöhung der Leberwerte, eine verminderte Anzahl von roten und weißen Blutkörperchen und eine eingeschränkte Nierenfunktion fest. In selteneren Fällen kam es auch zu Störungen im Herzrhythmusbereich, sowie zu einem Schock oder einem Multiorganversagen. Wer mit dem Erreger H5N1 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, starb bereits nach wenigen Tagen. Man geht hierbei von einer Sterberate von mehr als 50 Prozent aus. Die meisten davon erliegen einem Lungenversagen.