Allgemeine Information

Was ist die Vogelgrippe?

In den letzten Jahren hörte man immer wieder von der Vogelgrippe, sah den Erreger jedoch als keine Bedrohung in Europa und anderen kultivierten Ländern an. Doch die Zeit hat gezeigt, dass nicht nur die Menschen in Asien von der Vogelgrippe betroffen sein können. Zwar treten die meisten Fälle von Vogelgrippe beim Menschen dort auf, wo Menschen engen Kontakt mit Geflügel haben, doch mittlerweile hat es das Virus auch bis nach Deutschland geschafft.

In der Zwischenzeit scheint die Vogelgrippe zu einem Virus geworden zu sein, der eine regelrechte Bedrohung für den Menschen und die Umwelt darstellt. Übertragen wird die Krankheit dabei hauptsächlich von Vögeln, aber auch andere Tiere könnten den Erreger bereits in sich tragen und an die Umwelt übertragen. Als Erreger, welcher die Vogelgrippe verursacht, gilt das Influenza-A-Virus. Vor allem in Asien hat die Vogelgrippe schon so einige Leben gefordert.


Die größte Gefahr geht immer noch vom Geflügel aus. Vorwiegend übertragen Hühner, Enten und Gänse die Tod bringende Krankheit. Leider kann man die Vogelgrippe nicht immer klar von einer gewöhnlichen Grippe unterscheiden. Gerade in der Zeit, in welcher man sich durch das Virus noch nicht bedroht sah, könnten deswegen auch Fehlmedikationen stattgefunden haben. Um sicher sein zu können, dass es sich auch tatsächlich um die Vogelgrippe handelt, muss das Virus nachgewiesen werden. Hierfür sind weitere spezielle Untersuchungen erforderlich, die nur der Arzt durchführen kann. Erste Anzeichen für eine Vogelgrippe können also auch die Symptome einer normalen Grippe, wie in etwa Fieber, Kopfschmerzen, Hals- und Gliederschmerzen, sein. Insbesondere dann, wenn man engen Kontakt zu Geflügel hat oder aus asiatischen Ländern angereist ist, sollte man die Gefahr, welche von der Vogelgrippe ausgeht, keinesfalls unterschätzen.

Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche unbedingt gemeldet werden muss, wenn sie bei Vögeln, aber auch beim Menschen entdeckt wird. Die letzten Jahren haben gezeigt, dass sich das Virus H5N1 fortgepflanzt hat und nun auch für Säugetiere äußerst bedrohlich erscheint. Besondere Merkmale des H5N1-Virus sind, dass dieses einen Durchmesser von ungefähr 100 Nanometer besitzt. Zusammengesetzt ist das Virus aus etwa 14.000 Nukleotiden.

Selbst wenn man versucht, den Erreger ausfindig zu machen und zu zerstören, haben die Viren große Chancen, zu überleben und sich weiterhin auszubreiten. Gute Bedingungen für das Vermehren ist in etwa eine kühle Umgebung. Insbesondere in Tierställen besteht die Gefahr, dass sich das Virus dort noch länger versteckt hält und nur darauf wartet, wieder jemanden anstecken zu können. Erhalten bleiben kann das Virus, welches die Vogelgrippe auslöst, in etwa bei Temperaturen von 4 Grad Celsius in Kot, aber auch in gelagerten Eiern oder Geflügelfleisch für bis zu 35 Tage. Bei einer Temperatur von 37 Grad hingegen kann der Erreger nur rund sechs Tage überleben. Wurden die H5N1-Viren hohen Temperaturen von mindestens 70 Grad ausgesetzt, besteht so gut wie keine Überlebenschance mehr für diese Viren.

Bekannt ist die Vogelgrippe in ihrer ursprünglichen Form schon seit mehr als 100 Jahren. Hauptsächlich betroffen von dieser Viruserkrankung sind allerlei Vögel, doch vorwiegend Hühner und Puten. Wagt man einen Blick nach Asien, fällt einem auf, dass die Bevölkerung dort schon seit den letzten Jahren mit der Vogelgrippe zu kämpfen hat. Fälle, die schon bekannt wurden, betreffen unter anderem Kambodscha, Vietnam und Thailand. Die größte Ansteckungsgefahr besteht dort in den Hühnerställen, wo die Menschen nachweislich einen sehr engen Kontakt mit Geflügel pflegen. Eine große Gefahr, die Experten derzeit befürchten, ist, dass sich die H5N1-Viren mit anderen Viren, die denen der menschlichen Grippe ähnlich sind, vereinen und daraus eine Pandemie entstehen könnte.

In andere Länder gelangen konnte das Virus und damit auch die Vogelgrippe wohl durch die Zugvögel, welche in der warmen Jahreszeit wieder nach Europa fliegen. So könnte der Erreger von Asien nach Russland gelangt sein.